Schützengesellschaft 1752 Prichsenstadt e.V.

- sich wohlfühlen unter Freunden -

Über uns 


Der Verein

Unsere Gesellschaft widmet sich dem Sportschießen mit Luftdruckwaffen. Auf 10 elektrischen Schießständen kann der Schießsport ausgeübt werden. Derzeit nehmen 4 Mannschaften in der Schützenklasse, eine Juniorenmannschaft sowie eine Jugendmannschaft an den Rundenwettkämpfen des Schützengaues Kitzingen teil. 

Unsere ausgebildeten Sportleiter tun alles mögliche, um das Sportschießen für Alle, insbesondere unseren jugendlichen Nachwuchs attraktiv zu gestalten. Mit 126 Mitgliedern sind wir der zweitgrößte Verein im Stadtteil Prichsenstadt. Seit dem Jahr 2005 betreibt unser Verein einen Wohnmobilstellplatz mit 5 Stellplätzen, welcher das ganze Jahr über gut besucht ist. Jeweils Dienstags findet ab 18 Uhr das Jugendtraining, und ab 20 Uhr das Erwachsenentraining statt. Gäste sind zum Schnupperschießen gerne willkommen.


Vereinsgeschichte (Auszug aus der Vereinschronik, erstellt von Ludwig Strobl):

Die Schützengesellschaft 1752 Prichsenstadt e.V. kann auf ein mehr als 260jähriges Bestehen zurückblicken. Im Jahre 1367 wurde Prichsenstadt von Kaiser Karl IV, König von Böhmen zur Stadt erhoben. Um eine sichere Reise von seinem Stammland Böhmen zu seinem Kronland Luxemburg zu ermöglichen, baute Kaiser Karl IV zahlreiche Orte aus und verlangte von seinen Bürgern diese mit Wassergraben, Türmen und Toren zu befestigten. Um diese Auflagen finanziell zu ermöglichen, gewährte er der neuen Stadt viele Privilegien. So erlaubte er z.B. Märkte in der Stadt abzuhalten und verfügte den Straßenzwang mit Straßenzoll durch Prichsenstadt. Die Bürger mussten sich auf das Beste mit Schwertern, Lanzen, Wurfspießen, Hellebarden, Schießbogen, Armbrüste, Steinschleudern usw. bewaffnen, um Unheil von der Stadt fernzuhalten. Eine revolutionäre Wende der Stadtverteidigung begann nach der Erfindung des Schießpulvers. Nach bekanntwerden der Vorderladerbüchsen mussten sich auch die Prichsenstädter Bürger im wehrfähigen Alter damit bewaffnen, um bei kriegerischen Auseinandersetzungen die Stadt mit Hackenbüchsen, Handbüchsen und großkalibrigen Kanonen verteidigen zu können. Die wehrfähigen Bürger die mit diesen Flinten und später auch Büchsen (gezogener Lauf) üben mussten, fanden sich schon damals zu Schützengilden zusammen. Wie aus den Aufzeichnungen der Stadt zu ersehen ist, mussten diese während der Bauernkriege 1525 den aufständischen Bauernhaufen 36 bewaffnete Bürger samt Kanonen zur Belagerung der Burg Zapelstein zur Verfügung stellen.

Ein sicherer Nachweis des Bestehens einer Schützengilde in Prichsenstadt ist aus einem Ladebrief der Kitzinger Schützengilde vom 28.07.1567 zu ersehen, in welchen die "Erbarn, Fürsichtigen, Ersamen und Weisen, Bürgermeister und Rath auch Schützenmeister und gemeine Schießgesellen zu einem Vergleichsschießen nach Kitzingen eingeladen wurden. Am 14. September 1752 wurde auf Initiative des hochfürstlichen brandenburgisch-onolzbachischen Amtskastners Georg Andreas Keerl eine Schützenkompanie aus 53  Bürgern gegründet. Erster Schützenhauptmann wurde der Kastner Georg Andreas Keerl. Damals gab sich die "königliche Schützenkompanie Prichsenstadt" eine aus 27 Punkten bestehende Satzung. Niedergeschrieben wurde sie im "Document-, Gesetz- und Einschreibebuch" und am 14. September 1752 von einen Freiherrn von Seckendorf, ein markgräflicher Beamter (Prichsenstadt war seinerzeit ansbachisch) approbieret, ratifizieret und konfirmieret, weshalb wir als Gründungsjahr unserer Gesellschaft das Jahr 1752 zu Grunde legen. 

Auch in der Folgezeit durchlebte unsere Gesellschaft eine bewegte Geschichte, die darin gipfelte, dass nach dem Ende des zweiten Weltkrieges alle Waffen an die Siegermächte abgeliefert werden mussten. Auch ein generelles Waffen- und Schießverbot führte dazu, dass der Schießstand im Mühlgraben abgerissen wurde. Der Verlust aller Waffen und der wertvollen Schützenscheiben, diese wurden wahrscheinlich von den Flüchtlingsbewohnern des Geisendörferschen Bierkellers aus Brennstoffnot verheizt, war sehr schmerzlich. 6 Jahre nach dem Kriegsende gab es einen Neuanfang. Am 30.12.1951 beschlossen 17 tatkräftige Bürger die Schützengesellschaft wieder neu zu beleben. Da jedoch keine Schießanlagen für Feuerwaffen mehr vorhanden waren und die Siegermächte noch ein Verbot derselben verhängt hatten, entschloss man sich, das Schießen mit Luftgewehren im Saal des Gasthofes Geisendörfer zu beginnen. Am 26.02.1952 fand bereits das erste Preisschießen statt.Die hierfür benötigten Preise wurden alle von den Mitgliedern gespendet. In der Ausschusssitzung vom 02.08.1958 wurde beschlossen, eine neue Schießhalle zu bauen. Die Grundsteinlegung und damit der erste Schritt zu unserem jetzigen Vereinsheim wurde am 21.06.1959 vollzogen. Im Laufe der Jahre erhielt unser Schützenhaus durch weitere Anbauten sein jetziges Aussehen. In den Jahren 2012/2013 wurde unser Schützenhaus einer umfassenden Generalinstandsetzung unterzogen, bei welcher auch eine Photovoltaikanlage montiert wurde. Diese wird hoffentlich die finanzielle Zukunft unserer Gesellschaft zu einem weiteren Teil mitfinanzieren. Unsere Gesellschaft zählt derzeit 126 Mitglieder, darunter sind 18 Jugendliche bis zu 20 Jahren. Die größte Herausforderung der Zukunft dürfte auf Grund der heutigen Medienwelt die Werbung jugendlichen Nachwuches sein. Hoffen wir, auch dieses Problem zu lösen.

 

Unsere Vereinskönige

                                      
                                             Vereinskönig             Jugendkönigin                  König der Großgemeinde

 

Mitgliedschaft

Haben wir Ihr Interesse geweckt?, wollen Sie Mitglied werden in unserer Gesellschaft?

Laden Sie sich unsere Aufnahmeanträge mit Informationen über Mietgliedsbeitrag usw. runter und senden Sie diese an den 1. Schützenmeister Heinrich Strobl, Am Stadtgraben 1, 97357 Prichsenstadt, Tel. 09383/2450 Hier erhalten Sie auch weitere Informationen über Vereinsleben und Veranstaltungen.